Pont-AvenPont-Aven
©Pont-Aven |LAMOUREUX Alexandre
Hinter den Kulissen von bretonischer Kunst und Kunsthandwerk in der CornouailleKunst und Materie im südlichen Finistère
Urlaubsidee

Hinter den Kulissen von bretonischer Kunst und Kunsthandwerk in der Cornouaille

Das brauchen Sie. 3 Tage rund um Quimper, getragen von einem Hauch von Kunst und salziger Luft. Frischer Wind, Meer. Concarneau, Locronan, Pont-Aven: diese Städte der Kunst haben Talente, Stimmungen, die nur ihnen gehören. Steingut, Malerei, Kino, Handwerkskunst: Sie werden sehen, das südliche Finistère ist einfach schön!

Vorschlag für
3 Tage

En un coup d’oeil

Von Quimper bis zu den Ufern des Flusses Aven heißt es: Augen auf! Die in Stein gemeißelten, vom Meer umspülten Landschaften inspirieren Künstler und Kreative seit Jahrhunderten. Begeben wir uns auf ihre Spuren? Unternehmen wir einen salzig-frischen Spaziergang im Hafen von Concarneau, segeln wir in Pont-Avent im Kielwasser von Gauguin und Sérusier … und besuchen wir Locronan, ein wahres Filmset unter freiem Himmel. Auf keinen Fall vergessen dürfen wir dabei Quimper und sein kunsthandwerkliches Viertel: zwischen Steingut, Textil und Stickerei herrscht hier kreative Schaffenskraft!

Quimper-Locronan: von einem bretonischen Kleinod zum nächsten

Degemer mat! Willkommen in  Quimper, Stadt der Kunst und Geschichte mit drei Ufern. Starten wir in aller Ruhe mit einem kleinen Rundgang durch die historische Altstadt mit ihren gepflasterten Straßen. Alles läuft an einem Punkt zusammen, den man von weitem sieht: die Kathedrale Saint-Corentin. Spätgotisch, prächtig. Was für Türme! Danach sehen Sie selbst: entweder Sie setzen Ihren Spaziergang fort zum Jardin des Remparts und zu den Kais des Küstenflusses Odet… oder Sie heben sich ein bisschen was für morgen auf und nehmen (mit Bus oder Auto) Kurs auf das Städtchen Locronan. Eine steinerne Kulisse, vor der 30 Filme gedreht wurden. Granithäuser, gepflasterte Gässchen … Schauen Sie nur, wie sich das Örtchen herausputzt. Die zahlreichen Künstler und Kunsthandwerker, die sich hier niedergelassen haben, wissen schon warum. Sprechen Sie mit ihnen über den Zauber ihrer Ortschaft. Nette Gespräche garantiert!

  • Um in Quimper zu übernachten, sind das Ginkgo im Viertel Locmaria oder das Kregenn zwischen Bahnhof und Stadtzentrum wärmstens zu empfehlen. Wenn es lieber Gästezimmer sein sollen, dann auf ins Banellou.
  • Wenn Sie in Locronan zwischendurch mal Hunger verspüren, ist das Lokal Odette Pflichtprogramm, ebenso wie die Crêperie Ty Coz.

Steingut, Stickereien, Cidre, Crêpes … die Handwerkskunst in Quimper ist der Hammer!

Morgengrauen im Stadtteil Locmaria. Vor 300 Jahren begann man hier, Steingut zu produzieren, eine Handwerkskunst, die von der Faïencerie Henriot-Quimper fortgeführt wurde. Die Techniken sind dieselben und alles ist unterschiedlich. Die bretonische Trinkschale wird hier nach wie vor per Hand angefertigt und bemalt, aber zu naiven Pinselstrichen gesellt sich nun ein zeitgenössisches Design.
Gleich nebenan werfen wir einen Blick in die Schule für Kunststickerei, die von Pascal Jaouen gegründet wurde. Und wenn wir schon bei einer Spitzenkunst sind – im doppelten Sinne – … dann weiter in die Biscuiterie de Quimper: die feine, knusprige „Crêpe dentelle“ ist ein Highlight für Genießer!
Der Nachmittag schreitet voran? Zeit für eine Tour auf der Route du  Cidre mit obligatorischem Zwischenstopp im Manoir du Kinkiz. Cidre, Apfelsaft, Essig, Schnäpse (natürlich in Maßen): einfach lecker und man wird freundlich und begeistert empfangen. Zum Ausklang des Tages und um beim Thema zu bleiben, zurück nach Quimper ins Sistrot: das ideale Cidre-Bistro, um bei einer guten Scheibe Geselligkeit die Seele baumeln zu lassen.

  • Die Cidrestraße mit AOP-Siegel Cornouaille besteht aus 7 touristischen Strecken rund um Städte, Dörfer, Strände und Sehenswürdigkeiten des südlichen Finistère und bietet Gelegenheit, bei Gesprächen mit lokalen Produzenten tausend Dinge zu erfahren.
  • Ihnen ist eher nach Bier zumute? Bei Only Bears, mitten im historischen Stadtzentrum, können Sie die lokale Produktion kennenlernen (in Maßen und … mit ein paar Scheiben Saucisson)!

Pont-Aven, Concarneau … sehen Sie das Bild?

Dieses bunte Kommen und Gehen der Fischerboote in der Nähe der Kais … Schon 1850 inspirierte es die Maler. Und heute morgen wirft Ihnen dieser Anblick Pailletten ins Gesicht! Sie haben die Segel gehisst und nehmen Kurs auf Concarneau, 25 Min. von Quimper. Auf der Place Duquesne nehmen Sie die Fähre und dann – hopp – Überfahrt zur Ville Close. Überqueren Sie nun die Zugbrücke und schon sind Sie mittendrin: im historischen Herzen der „Blauen Stadt“.
Am Nachmittag wechseln wir die Umgebung. Pont-Aven, die „Stadt der Maler“, erwartet Sie in ihrem Ästuar. Ein Labyrinth aus Gässchen, Waschhäusern und Licht; Felsen im Fluss: 140 Jahre sind vorübergegangen … und doch schwebt hier irgendetwas in der Luft, der Schatten von Gauguin, Sérusier oder Maufra. Treten Sie ein ins Museum: da sind sie, die Künstler der Schule von Pont-Aven, die die Sammlungen dominieren. Sie wollen schon gehen? Dann probieren Sie unbedingt noch die Traou Mad – die „schönen Dinge“ auf Bretonisch, eine Keksspezialität: pure Salzbutter, pures Glück !

  • Um Concarneau auf andere Art zu entdecken, heißt es: Stadt durchqueren und Augen auf. Das lebensechte Spiel „Mystère Abgrall“ hat richtig viel Potential.
  • Machen Sie zum Mittagessen einen Abstecher nach Riec-sur-Bélon. Im Hafenlokal Chez Jacky oder auf dem Bauernhof Les Huitrières du Château de Bélon ist die Europäische Auster ein Gedicht. Gastronomisch ebenfalls top: das Atelier Mélanie.

Gefällt uns

  • Locmaria, das wunderbare Viertel der kunsthandwerklichen Berufe in Quimper, in dem es einfach alles gibt: pflanzlich,  handwerklich, künstlerisch, historisch, gastronomisch …
  • Sich auf die Spuren der Maler von Pont-Aven begeben, von der Pension Gloanec bis zu den Alleen des Bois d‘Amour, wo sie einst ihre Staffelei aufbauten. Schauen Sie auf den Höhen der Ortschaft auf einen Sprung in der Kapelle Notre-Dame de Trémalo vorbei: unter ihrem asymmetrischen Dach inspirierte einst eine vielfarbige Christusfigur Gauguin zu seinem berühmten Gelben Christus.

Reisetagebuch herunterladen

Sämtliche Informationen der Website und mehr in einer PDF-Datei

Entdecken Sie unsere anderen Urlaubsvorschläge

Offizielle Website des Tourismusverbands der Bretagne
Schließen